Deutschlands Wirtschaft unter Druck: Krise oder Comeback? | Prof. Dr. Jens Südekum
Shownotes
Deutschland steckt wirtschaftlich in einer schwierigen Phase: Die Industrie baut Stellen ab, Investitionen bleiben hinter den Erwartungen zurück und internationale Wettbewerber setzen den Standort unter Druck. Gleichzeitig stellt sich die Frage, ob die häufig beschworene Niedergangserzählung der deutschen Wirtschaft tatsächlich gerechtfertigt ist.
Darüber spricht Michael Scholl mit dem Volkswirt Prof. Dr. Jens Südekum. Im Mittelpunkt stehen die aktuelle wirtschaftliche Lage Deutschlands, die Folgen von Handelskonflikten und geopolitischen Veränderungen, die Herausforderungen für die Industrie sowie die Auswirkungen von Energiepreisen, Bürokratie und internationalem Wettbewerb.
Ein weiterer Schwerpunkt ist der Arbeitsmarkt: Warum entstehen gleichzeitig Fachkräftemangel und Stellenabbau? Welche Folgen hat der demografische Wandel für Wachstum, Wohlstand und die Rentensysteme? Und welche Rolle können höhere Erwerbsbeteiligung, Fachkräftezuwanderung, längere Lebensarbeitszeiten und Künstliche Intelligenz dabei spielen?
Jens Südekum ist Professor für Volkswirtschaftslehre an der Heinrich-Heine-Universität Düsseldorf und berät Bundesfinanzminister Lars Klingbeil in Fragen der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung. Im Gespräch ordnet er die wichtigsten wirtschaftspolitischen Herausforderungen ein und erklärt, welche Reformen aus seiner Sicht notwendig sind, damit Deutschland auch in Zukunft wettbewerbsfähig bleibt.
Außerdem geht es um die Zukunft der deutschen Autoindustrie, Industriepolitik, Verteidigungsinvestitionen, Innovationen sowie die Frage, welche Länder als Vorbild für Deutschland dienen können.
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Transkript anzeigen
00:00:03: Politik auf den Punkt gebracht.
00:00:06: Ein Podcast der Unionstiftung.
00:00:13: Heute wollen wir über die wirtschaftliche Lage in Deutschland sprechen und bei mir zu Gast ist Prof.
00:00:17: Dr.
00:00:18: Jens Süddekum.
00:00:18: herzlich willkommen!
00:00:19: Hallo, ich grüße Sie!
00:00:21: Herr Professor Südidekum sie sind Professor für Volkswirtschaftslehrer an der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf aber sie haben auch noch einen Ehrenamt und zwar sie sind persönlicher Beauftragter des Bundesfinanzministers Lars Klingbeier die Beurteilung der gesamtwirtschaftlichen Lage.
00:00:36: Wie sieht ein Ehrenamt aus?
00:00:39: Ich bin vereinfacht gesprochen, ich so sein persönlicher ökonomischer Berater und wir haben natürlich schon einen recht intensiven Austausch, dass ich einfach versuche bisschen die gesamtwirtschaftliche Lage für ihn zu sortieren.
00:00:52: und auch was ist jetzt notwendig, was sollte man machen, was soll er mal auf keinesfalls tun?
00:00:58: Ja, und die Rolle habe ich schon länger für ihn.
00:00:59: Also auch schon bevor er Bundesfinanzminister wurde aber dadurch dass das jetzt eben im Amt ist oder als Vizekanzlerarbeit ist natürlich nochmal spannender geworden.
00:01:08: Und das Thema Wirtschaft trabt ja viele Menschen um.
00:01:10: also die Wirtschaft in Deutschland spricht nicht so richtig an.
00:01:13: wir sind in einer Rezension immer noch.
00:01:15: und jetzt einfach die Frage was haben sie ihm zuletzt geraten?
00:01:19: Dass sich das ändert.
00:01:24: Rezession für dieses Jahr glücklicherweise nicht, sondern wir haben ein schwaches Wachstum.
00:01:28: Viel zu wenig aber immerhin.
00:01:31: und was jetzt die große Aktion war dieser Bundesregierung das war natürlich dieses riesige Investitionspaket für Infrastruktur und auch für Verteidigung und das hat natürlich entsprechend konjunkturelle Wirkungen.
00:01:42: hätten wir jetzt diese Sondervermögen nicht sehen die wachstums zahlen für dieses jahr nochmal deutlich schlechter aus.
00:01:47: aber jetzt geht es natürlich darum dass man nach dem das erste Schritt gegangen wurde, mit dem Investitionspaket jetzt dafür zu sorgen.
00:01:55: Mit einem Reformpaket erstens dass dieses Geld auch wirklich schnell und zielgenau verausgabt wird weil mit Hausarzt-Ziteln alleine ist ja noch nichts gewonnen.
00:02:03: es müssen ja konkrete Projekte da aus werden.
00:02:06: also etwa im Infrastrukturbereich Straßenbrücken schienen.
00:02:09: auch jetzt bei Innovation Heideck Agenda geht's ja darum wie die Projekten Sondervermögen aus dem Geld auch schnell abfließen.
00:02:17: Das ist das eine, aber dann brauchen wir natürlich auch insgesamt eine Reformagenda für den Wirtschaftsstandort.
00:02:23: Denn die alte Welt wo Deutschland sehr erfolgreich damit war tolle Industrieprodukte herzustellen und in alle Welt zu exportieren – das ist natürlich schwieriger geworden in der heutigen Weltlage.
00:02:36: Ich denke an die Zölle von Trump, ich denke auch an die aggressive Industriepolitik von China, die uns große Schwierigkeiten macht und darauf brauchen wir natürlich Antworten.
00:02:44: Und das wird jetzt alles auch hoffentlich in der Reformagenda an Berlin, die Bundesliga noch arbeitet sich entsprechend wiederfinden.
00:02:52: Ja viele Menschen haben ja wirklich den Eindruck, dass Deutschland sich im wirtschaftlichen Niedergang befindet also wird ein sehr düsteres Szenario gezeichnet.
00:03:00: können sie sagen?
00:03:01: Also dieser Eindruck kann man bestätigen oder ist es zu schwarz gemalt?
00:03:07: Ich glaube, wer jetzt nur einen Niedergang sieht – das ist tatsächlich zu schwarz.
00:03:10: Es passiert sehr viel.
00:03:12: Schlechte, spielige und positive Dinge zugleich.
00:03:16: Natürlich haben wir, wenn ich mal bei den negativen Sachen anfange letztes Jahr zum Beispiel, hundert-achtzigtausend Industriejobs verloren.
00:03:22: Und das ist heftig für so ein Industrieland wie Deutschland auch negativ, wenn man sich die privaten Investitionen anschaut der Investitionsanteil am Bruttoinlandsprodukt mit elf Prozent.
00:03:33: Das ist der schlechteste Wert seit dreißig Jahren und das ist schon ein Problem!
00:03:36: Wir haben natürlich auf der anderen Seite auch viele tolle positive Beispiele, also Unternehmen die tolle neue Produkte entwickelt haben.
00:03:43: Startups auch im Verteidigungsbereich aber nicht nur dort und sozusagen das Bild ist gemischt ja?
00:03:50: Also das heißt wir haben positive oder negative Sachen gleichzeitig und jetzt geht es natürlich darum um die positiven Seiten zu verstärken so dass es dann im Aggregat, wenn man jetzt aus Wirtschaftswachstum insgesamt schaut auch wieder besser wird, weil jetzt werden wir dieses Jahr vielleicht so mit Null Komma fünf Prozent rauskommen.
00:04:06: Eigentlich war ein Prozent prognostiziert.
00:04:09: dann kam der Iran die Krise im Iran dazwischen.
00:04:12: gut da kann die Bundesliga nichts dafür für diesen Krieg aber wir treffen haben natürlich die Folgen unter anderem dann auch zu zu tragen.
00:04:20: Gut, das hilft ja nichts.
00:04:21: Es geht jetzt darum, dass man durch dieses Einreformpaket das Wachstumspotenzial insgesamt wieder erhöht, sodass wir dann spätestens nächstes Jahr auch wieder Wachsungsraten deutlich oberhalb von einem Prozent sehen.
00:04:34: Ja bei so einer Betrachtung ist der internationalen Vergleich sehr wichtig.
00:04:37: Sie haben USA und China angesprochen.
00:04:39: also wie steht denn Deutschland im internationalen Verkleister?
00:04:41: Also ist es da ähnlich schwierig wie bei uns.
00:04:44: oder sind wirklich die Ausnahme der kranke Mann der Welt oder Europas?
00:04:49: Die Wachstumsraten geht es im Vergleich, da ist USA noch deutlich stärker als Deutschland.
00:04:55: Da sind ja momentan wahnsinnig starke Investitionen gerade im KI-Bereich die das Wachsum sehr stark treiben.
00:05:02: auch im europäischen Vergleich ist Deutschland nicht mehr ganz hinten.
00:05:05: Es hat sich jetzt so ein bisschen Richtung Mittelfeld bewegt.
00:05:08: aber das kann uns natürlich nicht zufriedenstellen.
00:05:10: also muss jetzt natürlich was passieren.
00:05:12: ich glaube wir leiden insgesamt am stärksten unter der wirklich völlig veränderten Weltlage.
00:05:18: Also jetzt das Problem China trifft kaum ein Land so hart wie uns, das Problem Zölle Trump die Zöllen treffen auch innerhalb Europas Deutschland besonders stark weil wir eben diesen sehr starken Industriefokus haben.
00:05:31: Das heißt also die Schocks von außen die prasseln schon ziemlich heftig auf uns rein und das heißt Die Aufgaben dass man jetzt seine Hausaufgaben macht wieder nach vorne kommt sie sind eben bei uns dann auch Besonders
00:05:44: Ja, das Thema Arbeitsplätze.
00:05:45: Sie haben es ja eben angesprochen.
00:05:46: also viele Industrie-Arbeitsplätze sind verloren gegangen und viele Menschen machen sich Sorgen um ihren Arbeitsplatz.
00:05:52: Also Industriearbeitsplätzen sind ja auch sehr gut bezahlte Arbeitsplätzchen.
00:05:56: Und jetzt ist natürlich die Frage Warum werden so viele Arbeitsplätzen in der Industrie abgebaut?
00:06:02: Ist es das Thema Zölle oder Energie oder alles zusammen?
00:06:05: was ist halt so ihre Einschätzung?
00:06:08: Also ein Stück weit ist es ein ganz natürlicher Prozess.
00:06:11: Das ist eine ganz langfristige Strukturwandel, das wurde schon vor über hunderten von Jahren beschrieben, dass also langfristig in einem Land erstmal sozusagen die Landwirtschaft ganz dominierend ist.
00:06:22: Die nimmt dann ab und nimmt die Industrie zu von den Arbeitsplätzen und dann nimmt aber auch die irgendwann ab und wird durch den Dienstleistungssektor überholt.
00:06:29: Also ein stückweit ist es normal Was wir gerade erleben, die Geschwindigkeit dieses Abbaus von Jobs in der Industrie ist eben jetzt nicht nur dieser normale Strukturwandeln.
00:06:39: Sondern das ist ein klare Krisenindikator und hat damit zu tun dass wir zum Beispiel gerade massiv Marktanteile im chinesischen Markt verlieren China durch seine aggressive Industriepolitik weltweit Marktanteile zu sich rüberholt und damit insbesondere die deutsche Industrie besonders stark trifft.
00:07:00: Vor zwei Jahren hatten wir noch einen guten Ersatz mit dem sehr gut laufenden amerikanischen Markt.
00:07:05: Dann kam Trump mit seinen Zellen und auch da trifft es wieder Deutschland, die Deutschen Industrie besonders stark.
00:07:11: Also sozusagen diese Kombination aus Faktoren, teilweise natürlich und teilweise aber eben auch diese internationalen globalen Schocks, die wirken jetzt gerade alles zusammen.
00:07:21: Und dann kommen eben hausgemachte Probleme noch oben drauf.
00:07:24: also wird ja viel über ... die überbordene Bürokratie gesprochen.
00:07:29: und vor zehn Jahren.
00:07:30: Da konnte Deutschland das doch ganz gut verkraften, da hatten wir genug konjunkturell Drückenwind.
00:07:34: Da hat man es nicht so gemerkt.
00:07:35: Da war Deutschland ja auch schon bürokratisch aber damals Deutschland noch als so die Superstarökonomieweltweit.
00:07:41: jetzt heute wo wir den Konjunkturell gegen Wind haben.
00:07:45: Da schlagen natürlich diese hausgemachten Probleme auch stärker rein.
00:07:50: Ja, und das Thema Energie ist ja auch ein Thema was die Wirtschaft beschäftigt.
00:07:54: Also energieintensive Betriebe.
00:07:57: also ich denke jetzt mal an so einen Fliesenwerk in Sachsen dass letztens geschlossen hat aber auch viele andere Betriege die ihre Produktion schließen oder ins Lausland verlagern.
00:08:04: Also schätzen sie das auch als ein großes Problem ein diese hohen Energiepreise?
00:08:08: Oder ist das auch etwas was übertramatisiert wird vielleicht eine öffentliche Debatte?
00:08:14: Nein das ist schon ein Problem!
00:08:15: Ich meine wir hatten natürlich diesen Energischock im Jahr des russischen Überfalls in der Ukraine und dann das Putin den Gashahn zugedreht hat.
00:08:25: Und dadurch natürlich die Energiepreise in Deutschland explodiert sind, auch wieder stärker als in vielen anderen Ländern.
00:08:31: Ich glaube, der Schock ist jetzt insoweit ein bisschen überwunden, als dass jetzt die EnergiePreise nicht mehr höher liegen als vor diesem Schock.
00:08:38: aber was das Problem ist ja der Standortvergleich also Energiekosten gerade für die produzierende energieintensive Industrie.
00:08:48: Da bietet die USA, bieten deutlich günstigere Energiepreise in Kombination noch mit weiteren Subventionen.
00:08:54: Und das ist natürlich schwierig für Investitionsentscheidungen.
00:08:57: die fallen eben gerade oftmals zu Ungunsten des Standorts Deutschland aus.
00:09:02: Und da muss man natürlich jetzt eine Antwort darauf finden, ich glaube bei einigen sehr energieintensiven Industrien muss man ehrlicherweise sagen wahrscheinlich gibt es da keine Chance.
00:09:11: also die orientiert sich eben um international und da wäre es auch nicht vernünftig wenn Deutschland jetzt mit vielen viel Subventionen dagegen versucht anzugehen.
00:09:18: das würde einfach zu teuer sein Bei anderen Branchen die auch energie-intensiv sind Ich denke jetzt mal an die Stahlindustrie zum Beispiel.
00:09:27: Kann man aber sagen, wollen wir jetzt ernsthaft sagen?
00:09:30: Wir lassen die Stahlindustrie ziehen?
00:09:31: das wäre glaube ich keine gute Idee weil Stahl wird überall gebraucht.
00:09:35: Wir wollen da auch nicht jetzt die Abhängigkeiten die wir früher beim Gas hatten jetzt plötzlich am Stahl aufbauen.
00:09:40: und von daher gibt es gute Argumente bei einigen Branchen auch zu sagen, da wollen wir sicherstellen dass die auch am Standort bleiben.
00:09:46: Aber dann im Idealfall nicht so das sie einfach Subventionen bekommen und darüber dann nicht wettbewerbsfähige Strukturen einfach künstlich erhalten bleiben sondern sollte man die Subvention so aufbauen wie es im Stahlsektor ja auch probiert wird als man sagt wir fördern zwar die Branche aber Wir fördern Innovationen, dass sich also neue Produktionstechnologien und neue Produkte entwickelt die es auch global so noch nicht gibt.
00:10:09: Und kombinieren sozusagen den Erhalt am Standort mit Innovationen und neuen Ideen.
00:10:17: Und so ist das Grundpräzip, kann dann auch teuer werden.
00:10:20: Ist auch manchmal sehr kompliziert.
00:10:22: Sehen wir ja am Thema Stahl und gerade das Saarland ist da auch sehr stark im Fokus.
00:10:26: aber ich glaube der Weg ist richtig weil ich sage mal Industriepolitik, dass machen die anderen auch.
00:10:31: Also es macht China ganz aggressiv, das macht die USA ganz aggressif.
00:10:34: Da kann jetzt Europa und Deutschland, kann nicht sagen, nee wir machen das alles nicht.
00:10:39: Wenn wir so in das Spiel gehen würden, könnten wir eigentlich nur verlieren.
00:10:43: Ja, Sie haben es ja gesagt.
00:10:44: Es wird teuer.
00:10:45: also wenn ich jetzt zum Beispiel die Entscheidung treffe als Bundesrepublik Deutschland oder als Europa dass ich die Stahlindustrie als Schlüsseltechnologie ansehe, die ich halt brauche für Rüstung oder was auch immer Da muss ich das ja irgendwie subventionieren oder unterstützen, sei es bei den Investitionen oder nachher auch beim Betrieb.
00:11:02: Also ist das vielleicht auch ein Thema was uns als Volkswirtschaftsdaten irgendwie auch finanziell überfordern wird auf lange Sicht?
00:11:08: Also wenn man dann sagen okay wir müssen Stahlindustrie, vielleicht sogar Automobilindustrie oder andere Industrien unterstützen.
00:11:15: Ich glaube es wäre definitiv zu teuer, wenn es wirklich darum ging mit Subventionen alte Geschäftsmodelle einfach am Leben zu halten.
00:11:21: Das kann sich, kann man sich nicht so lange leisten Wenn es darum geht, die Subvention so einzusetzen, dass wirklich was Neues dabei rauskommt.
00:11:29: Wo auch eine gewisse Technologieführerschaft mit verbunden ist.
00:11:32: Also ich nehme jetzt mal die Grünstab-Produktion Das machen ja noch nicht viele andere Länder.
00:11:38: D.h.,
00:11:38: da ist die Chance, dass z.B.
00:11:41: im Saarstein der erste ist, der das global einen gewissen Maßstab macht und auch ein Produkt entwickelt, wofür es eine Nachfrage geben wird.
00:11:49: Und dann kann so eine Rechnung aufgehen.
00:11:52: also dass diese Subvention dafür gesorgt hat das man der erste ist, der sowas auch tut muss man natürlich immer genau hinschauen.
00:11:58: also man darf keine leeren Versprechungen geben.
00:12:00: aber da ist zumindest eben die Chance und so eine Art von Industriepolitik finde ich insgesamt sinnvoller als jetzt zu sagen wir retten mit viel viel Steuergeld alte Arbeitsplätze die wenn mal ehrlich sind keinen wirklichen Geschäftsgrundlage mehr haben.
00:12:14: Das kann nicht funktionieren.
00:12:16: Ja, und ein weiteres Thema ist ja das Thema Autoindustrie.
00:12:20: Also Deutschland ist ja Autoland.
00:12:22: Wir fahren gerne Auto, wir exportieren Autos, wir bauen glaube ich sehr gute Autos.
00:12:26: aber die Automobilindustrie kommt natürlich auch unter massiven Druck und da ist natürlich das Thema Verbrenner aus, E-Mobilität.
00:12:33: werden wir davon China und anderen Playern überholt?
00:12:36: aus ihrer Sicht?
00:12:37: Ja, China hat uns komplett überhohlt.
00:12:40: also China ist momentan der Exportweltmeister in der Autoindustrie Und die deutsche Autoindustrie verliert in erheblichen Maß Marktanteile in China.
00:12:50: Das ist ja, wenn man so will der wichtigste Automark der Welt.
00:12:52: und ein Stück weit sind die Probleme natürlich auch selbst verschuldet, weil als die Elektromobilität aufkam ... In der Frühenphase hat die Deutsche Autoindustrie das alles so bisschen belächelt von dem.
00:13:01: das kann doch nie funktionieren.
00:13:03: und dann sagen wir ja doch es funktioniert.
00:13:04: und wer die chinesischen fünf Jahrespläne gelesen hat da stand das alles drin.
00:13:08: Die haben das sehr strategisch angegangen.
00:13:11: Aber auch global sind die Marktentwicklungen eindeutig.
00:13:14: Dass das Verbrennerauto langsam ausläuft, global und die Marktanteile für Elektro stark steigen.
00:13:20: Und jetzt muss die deutsche Autoindustrie entsprechend sich noch mal stärker bemühen da wieder den Anschluss zu finden und nach vorne kommen.
00:13:29: Ich glaube aber dass es trotzdem eine Chance gibt weil deutsche Autodustrie kann ja immer was.
00:13:33: Die Ingenieure, die über Jahrzehnte erfolgreich waren, beherrschen das weiterhin ihr Handwerk.
00:13:39: Nur muss man da eben auch ein Konsequenz sein, finde ich.
00:13:43: Also ich glaube es macht jetzt keinen Sinn irgendwie nostalgisch an diesem Modellverbrenner zu hängen und irgendwie zu glauben, man kann das doch irgendwie noch retten.
00:13:50: Ich glaube da hat der globale Markt mittlerweile nicht der Deutsche sondern der globalen Markt eine relativ klare, klare Signale ausgesendet.
00:13:59: Ja, wenn wir jetzt mal auf den Arbeitsmarkt schauen.
00:14:01: Das ist ja irgendwie so eine Art paradoxes Situation.
00:14:04: also man hört zum einen es werden viele Jobs abgebaut viele Industriearbeitsplätze gehen verloren.
00:14:08: aber das Thema Fachkräftemangel ist ja auch ein ganz großes Thema bei den Unternehmern.
00:14:13: und wenn man mit den Unternehmern spricht dann sagen viele dass ist unser Hauptproblem also richtige Leute zu finden die helfen das Geschäftsmodell in die Zukunft zu tragen.
00:14:21: was ist denn jetzt richtig?
00:14:21: Also ist Fachkräftigmangel aus ihrer Sicht auch das größte Problem oder die größte Herausforderung für die Wirtschaft?
00:14:28: Tatsächlich Paradox, also auf der einen Seite die Insolvenzen in ihren Lassungen.
00:14:32: In der Industrie und andererseits aber der Fachkräftemangel.
00:14:35: Also Arbeitskräfte bedarf weil es eben an anderen Stellen im Arbeitsmarkt passiert.
00:14:39: Die Industrie setzt Arbeitskräften frei.
00:14:42: andere Branchen ich nehme mal Medizin, Gesundheit, Pflege Aber auch andere suchen händeringt Leute.
00:14:48: Aber das sind typischerweise nicht die entlassenen Industriearbeiter, die dann sofort anderswo so wieder neue Jobs annehmen.
00:14:55: Also wo immer das möglich ist sollte man das natürlich unterstützen.
00:14:59: Von daher Fachkräftemangel.
00:15:00: jetzt gesamtwirtschaftlich makrokodobisch gesprochen ist tatsächlich das größte Problem liegt an der Demografie.
00:15:06: Die Baby Boomer, die geburtstarken Jahrgänge gehen jetzt in Rente.
00:15:09: Das ist ein Prozess, der hat jetzt begonnen und geht bis in die Mitte der Dreißiger Jahre Und bis dahin, Mitte der Dreißiger werden ungefähr sieben Millionen mehr Babyboomer in Rente gehen als junge Millennials neu auf den Arbeitsmarkt kommen.
00:15:24: Das heißt da ist eine Lücke.
00:15:24: Da fehlen einfach im Vergleich zu heute und sieben Million Menschen.
00:15:28: Ja?
00:15:28: Und das wird man dann allen Ecken merken.
00:15:30: Dann merkt es jetzt schon aber das wird noch stärker.
00:15:33: Und auch da muss eben bei dem Reformen die jetzt in Berlin besprochen werden müssen Antwort drauf gefunden
00:15:38: werden.
00:15:39: Welche Antwort würden Sie geben?
00:15:42: Insgesamt eine ... Ausweitung der Erwerbsbevölkerung.
00:15:47: Und wie geht das?
00:15:48: Also die eine Schraube ist sicherlich Frauenerwerbstätigkeit, also bei den Männern ist die Erwerbskwurte in Deutschland ungefähr so im europäischen Schnitt.
00:15:55: da ist nicht so viel Luft nach oben.
00:15:57: aber bei den Frauen wir haben eine sehr hohe Teilzeitquote.
00:16:00: viele Frauen arbeiten entweder gar nicht oder nur Teilzeit und sagen aber sie würden ja gerne mehr arbeiten.
00:16:07: Es geht nicht, zum Beispiel weil Möglichkeiten Kinderbetreuung fehlt.
00:16:11: Weil möglich bei Betreuung in der Pflege für die eigenen Eltern fehlt, weil teilweise steuerlichen Anreize sehr schlecht sind.
00:16:18: Wer Zweitverdiener ist stichwort das E-Gattensplittigen oder auch... kostenlose Mitversicherung in der Sozialversicherung, das sind alles Dinge wo man dann genau kalkuliert wenn ich jetzt mehr arbeite und brutto mehr verdiene.
00:16:30: Und mir wird wahnsinnig viel abgezogen und netto bleibt kaum was über.
00:16:33: ja dann mache ich es auch nicht und Das ist die eine große schraube an der man drehen kann.
00:16:37: frauenerwerfstätigkeit um das andere.
00:16:39: Ja lebensarbeitszeit.
00:16:41: Die lebenserwartung steigt und Die rentenbezugs dauern sie mittlerweile viel viel länger als früher und einfach auf jeden Rentner kommen heute wesentlich weniger Beitragszahler.
00:16:53: Und das wird eben nicht funktionieren, von daher ist klar, dass bei den Reformen am Ende auch eine Verlängerung der faktischen Lebensarbeitszeit stehen muss.
00:17:01: Da gibt es unterschiedliche Möglichkeiten wie man das machen kann aber das Ziel muss klar sein.
00:17:06: Ja ich sag jetzt mal die Frauenerwerbsquote zu steigern, das klingt ja jetzt sehr populär.
00:17:11: also da kann man schon noch was machen und das kann man ja positiv verkaufen wenn man zum Beispiel steuerliche Anreize setzt Jetzt die Lebensarbeitszeit zu verlängern, also sprich mal geht später ein Rente ist jetzt nicht so populär.
00:17:23: Glauben Sie dass die Bundesregierung die Kraft hat sowas anzugehen?
00:17:26: Also das man wirklich den Menschen sagt okay wir müssen wenn man unseren Wohlstand erhalten wollen länger arbeiten.
00:17:32: Es is keine populaere Forderung.
00:17:34: aber ich glaube wenn man dem Menschen erklärt wie die demografische Situation ist sowie es gerade versucht habe mit dieser Lücke Das verstehen ja die Leute also das einfach sind sieben Millionen leute fehlen und man plötzlich an jeder Ecke irgendwie keine Handwerker befindet oder ständig überall, praktisch wegen Personalmangel irgendwas geschlossen ist.
00:17:52: Das merken die Leute ja und ich glaube da ist dann auch eine Bereitschaft mitzuarbeiten dass das Problem aufgelöst wird.
00:17:59: Eine Möglichkeit wäre natürlich über Fachkräftezuwanderung aber die andere Möglichkeit wäre jetzt eben höhere Lebensarbeitszeit.
00:18:06: Da ist glaube ich die Frage wie macht man das?
00:18:08: Also wenn man jetzt einfach sagt okay Momentan ist ja die Regelalltagsgrenze siebenundsechzig und wir sagen jetzt mal wegen alle müssen jetzt bis siebzig arbeiten.
00:18:16: Da werden zu recht große Widerstände kommen, weil ich finde jetzt Leute in körperlich anstrengende Berufen, die schon mit zwanzig oder teilweise noch früher mit achtzehn neunzehn angefangen haben, zu arbeiten.
00:18:27: Die zahlen ja heute schon siebundvierzig Jahre ein ins System.
00:18:31: Und den kann man nicht sagen jetzt mach bitte mal noch drei Jahre mehr und zahl fünfzig Jahre ein.
00:18:36: das würde ich sagen kann nicht funktionieren.
00:18:37: aber Auch Leute, die zum Beispiel erst mit dreißig angefangen haben einzuzahlen.
00:18:42: Die arbeiten heute nur siebenunddreißig Jahre bis sieben und sechzig.
00:18:45: Viele von denen sind noch absolut fit wollen auch länger arbeiten.
00:18:49: Momentan kriegen sie sogar eine steuerliche Förderung dafür.
00:18:52: Da finde ich könnte man eher sagen wir schauen mal praktisch jetzt beim Rentenzugang ob man nicht Leuten, die kürzer eingezahlt haben.
00:19:01: Dass man denen dementsprechende Mehrarbeit auch zumutet und betrifft viele Akademiker, dass man sagt okay du arbeitest dann tatsächlich bis siebzig aber hast dann ja auch nur vierzig Jahre vielleicht ein bisschen mehr aber wesentlich kürzerein gezahlt als Leute die schon mit acht zehn neunzehn angefangen haben.
00:19:16: also ich glaube aus Fairness aber auch aus Effizienz gründen wir das eigentlich das bessere System.
00:19:21: und jetzt werden wir mal sehen auf den Bericht der Rentenkommission, was die vorschlagen.
00:19:26: Und dann soll ja sehr zeitnah auch eine Rentenreform beschlossen werden und ich könnte mir vorstellen dass dieses Prinzip Rentenzugang nach Beitragsjahren da eine gewisse Rolle spielen könnt.
00:19:35: Ja und die Aktifrente?
00:19:37: Was sagen sie dazu?
00:19:37: also ist das schon mal ein Schritt in die richtige Richtung oder...
00:19:40: Ich finde die Aktivrente ist ein interessantes Modell, dass man eben sagt okay wer die Regel all das Grenze erreicht hat und sagt er möchte noch weiterarbeiten dem sollte man natürlich einen roten Teppich ausrollen.
00:19:50: klar jetzt ist es natürlich so.
00:19:53: Wir müssen genau schauen, wer nimmt das denn in Anspruch?
00:19:56: und sind das Leute die jetzt wirklich wegen der Aktivrente entschieden haben?
00:20:00: Okay.
00:20:01: Jetzt mache ich es!
00:20:01: Also ohne die Aktivrente hätte ich nicht weitergearbeitet.
00:20:04: aber jetzt mach' ich's.
00:20:05: oder sind es Leute, die sowieso weitergearbeitet hätten und die jetzt einfach sich über die Steuerprämie freuen Das soll ja eben eine Evaluation stattfinden nach zwei Jahren dass man genau hinschaut wie viele Leute haben das gemacht mit der Aktifrente was waren das für Leute?
00:20:19: Und das sollte man dann einfach Ergebnis offen prüfen.
00:20:23: Und mein Vorschlag eben gerade zu einer Reform der Rente, das würde ja aufs gleiche Ziel einzahlen.
00:20:31: Im Grunde muss man ihm schauen was ist das bessere Instrument um das Ziel zu erreichen?
00:20:35: Ja mit den Arbeitsplätzen die fehlen also die Fachkräfte die feheln da könnte man jetzt auch sagen okay zumindest in meinem Bereich Verwaltung ersetzt sich durch KI oder vielleicht ein Handwerker durch einen Roboter.
00:20:46: Also glauben Sie dass das Thema KI den Arbeitsmarkt in den nächsten Jahren noch massiv verändern wird?
00:20:52: Das glaube ich schon, aber so einfache Stories.
00:20:54: Ja jetzt kommt KI und wir werden alle arbeitslos.
00:20:56: da glaube ich nicht dran.
00:20:57: also das hat man ja schon sehr oft gehört.
00:20:59: vorher waren es die Roboter die uns alle Arbeitslos gemacht haben davor war es die Computer und es hat nie gestimmt.
00:21:05: Es kann natürlich jetzt stimmen bei KI Aber die Vorhersagen sind sehr sehr wackelig.
00:21:09: Also ich erinnere mich noch vor Nicht mal einem Jahr, da hieß es als ChatGPT rauskam.
00:21:17: KI wurde dann plötzlich KI.
00:21:18: alle... Hatten dann KI auf dem Schirm?
00:21:20: Da hießes die einzigen Jobs, die noch überleben werden sind, die mit IT und Softwarekompetenzen.
00:21:26: also wir müssen jetzt alle Programmierer werden.
00:21:28: Sechs Monate später sehen wir das war genau falsch weil KI genau am alleresten diese Programmierershops ersetzt.
00:21:36: ja Da haben wir gesehen, da war eine Vorhersage die sich komplett als falsch herausgestellt hat.
00:21:41: Jetzt heißt es plötzlich Handwerk-Jobs sind sicher weil ein Handwerker und Klemmtnern Maurer den kann man jetzt nicht durch einen Algorithmus ersetzen.
00:21:49: das heißt da muss man ein bisschen aufpassen dass man nicht vorschnell irgendwelchen Prognosen glaubt.
00:21:54: Ich glaube, im Endeffekt wird sich das die Waage halten.
00:21:57: Also neue Technologien haben immer zwar bestimmte Jobs ersetzt aber haben dann auch immer neue Jobs, neue Tätigkeitsfelder eröffnet und hat sich das langfristig immer die Wage gehalten.
00:22:07: Und ich glaub weiter dass es auch bei KI der Fall sein wird.
00:22:10: Ja was würden sie in jungen Menschen raten?
00:22:12: also eher ins Handwerk gehen oder vorwählen studieren?
00:22:15: Ich glaube das Wichtigste ist wenn junge Leute sollten das machen worauf sie Lust haben, weil egal was man macht.
00:22:23: Man muss es mit Herzblut tun und dann hat man auch Erfolg.
00:22:26: Ich glaube mittelmäßige BWL oder Jugerstudenten haben wir genug da braucht man nicht noch mehr
00:22:30: von.
00:22:31: Okay, wir werden jetzt auf das Thema Wohlstand schauen.
00:22:34: also sieben Millionen Fachkräfte fehlen und dass ist ja schwer zu ersetzen und das Thema Arbeitskräfte ist ein wichtiger Baustein für das Thema Und das ist ja mathematisch schwer zu lösen, also das kriege ich auch irgendwie nicht über Einwanderung gelöst.
00:22:48: Also sieben Millionen Menschen ins Land zu holen oder zu qualifizieren... Das ist ja unmöglich.
00:22:54: Glauben Sie, dass wir in der Zukunft alle ärmer werden?
00:22:58: Es ist nicht einfach zu lösten!
00:23:00: Das ist so und Einwänderungen kann nicht die einzige Lösung sein.
00:23:04: Ich glaube, wir brauchen das schon weil die demografische Situation ist so krass, Fachkräftezuwanderung nicht geht.
00:23:11: Also ganz bewusst gesagt, Fachkräfte und Arbeitskräftezeuwanderungen.
00:23:15: Und die anderen Dinge also Frauenerwartstätigkeit, längere Lebensarbeitszeit ist auch notwendig sind auch Schrauben an dem man drehen muss um das Problem halbwegs eben im Griff zu bekommen.
00:23:26: Dann wird man sehen ob es gelingt diese Lücke komplett zu schließen oder nicht.
00:23:32: ganz aber weil wenn nicht dann ist es schon so.
00:23:36: Wir ökonomen, wir reden ja immer vom sogenannten Potenzialwachstum.
00:23:39: Also wie viel könnte die Volkswirtschaft wachsen bei Vollauslastung aller Produktionsfaktoren?
00:23:44: Wenn der Produktions-Faktor Arbeit zurückgeht, Demografie bedrinkt dann wird man das eben merken und nimmt das Potenzialswachstum ab und das wäre dann die notwendige Folge.
00:23:53: Und wenn wir das verhindern wollen geht es nur erstens durch Investition in den Kapitalstock KI auch anderes Infrastruktur das was gerade gemacht wird aber parallel müssen Produktionsfaktorarbeit ausweiten.
00:24:07: und da eben an allen möglichen Schrauben, an denen man drehen kann auch dann tatsächlich drehen.
00:24:13: Ja und glauben Sie dass so die junge Generation jetzt genauso wohlhabend sein wird wie ihre Eltern?
00:24:19: oder gibt es da massive Verschiebungen?
00:24:24: Ich glaube die Chance ist auf jeden Fall da.
00:24:26: also Deutschland erlebt gerade schon eine schwierige Periode von Strukturbrüchen einfach auch durch die Verschiebung auf der geokonomischen Ebene, über die wir schon gesprochen haben.
00:24:36: Und das verunsichert natürlich viele!
00:24:39: Aber ich erinnere mich jetzt nochmal zurück – es war noch nicht mal vor zehn Jahren – da galt Deutschland als die Superstarökonomie.
00:24:46: Da weiß ich noch, da war ich im amerikanischen Podcasts und die Amerikaner haben mich gefragt was können wir denn von Deutschland lernen?
00:24:53: Das ist noch nicht so lange her... Jetzt ist das Pendel so ein bisschen in negative Richtung geschwungen, aber es passiert ja gerade sehr viel.
00:25:00: Haben Sie dazu viel verraten?
00:25:02: Das weiß ich nicht, ob ihr mich gehört haben, aber ich will damit nur sagen ... Ich glaube, dass Pendel kann auch wieder in die andere Richtung schwingen und es kann auch nach vorne gehen.
00:25:11: Und jetzt ganz konkret, ich meine, die Bundesregierung macht da grade sehr viel im Verteidigungsbereich Investitionen.
00:25:18: Wenn man's gutmacht, entstehen dadurch ja auch ... sehr starke Wachstumstechnologieimpulse.
00:25:24: Wenn das Geld ausgegeben wird für Cybersecurity, auch für KI im Verteidigungsbereich, für Drohnenproduktionen ... Da entstehen ganz neue Geschäftsmodelle und Jobs von morgen.
00:25:35: Das kann aus meiner Sicht so ausgehen, dass wir plötzlich in zehn Jahren wieder anders auf die wirtschaftliche Situation schauen als wir es momentan tun.
00:25:44: Wir wollen ja mal positiv in die Zukunft schauen, wo sie eine größte Chance sind.
00:25:52: Ich glaube, ich habe schon einen Zutrauen.
00:25:54: Da Deutschland ist bürokratisch manchmal langsam aber wenn dann wirklich eine Krise da ist und die Leute verstehen wir müssen jetzt was machen damit es weiter geht.
00:26:04: Ich finde hat Deutschland schon mehrfach gezeigt dass man auch sehr schnell sich zusammenreißen kann und Reform umsetzen kann das wieder besser wird und ich glaube das kann auch diesmal so
00:26:17: gelingen.
00:26:18: Wenn wir mal zwanzig Jahre in die Zukunft blicken, also werden wir da noch in den Top fünf der größten Volkswirtschaften sein oder ist das vorbei?
00:26:24: Also wird es einen anderen Weg für Deutschland geben.
00:26:26: Ich bin immer zurückhaltend prognosen über zwanziger Jahre anzustellen und klar China, Indien, die Golfstaaten.
00:26:35: viele wollen natürlich nach vorne aber ich glaube Deutschland wird ja immer noch oben mitspielen.
00:26:41: Und noch eine letzte Frage, wenn wir mal auf irgendein Land schauen.
00:26:44: Wo man was von abgucken können?
00:26:46: Also wo man vielleicht mal ein Podcast reinhören sollten... Was wäre das denn?
00:26:50: oder welches Land wäre das aus Ihrer Sicht?
00:26:52: Ich glaube, man kann sehr viel von Skandinavien den Norden Ländern lernen.
00:26:57: Aber auch wenn man guckt bei Hip-Paraden, wo es ist der die Zufriedenheit am größten und wo sind bestimmte Trends, positive Trends schon am stärksten verankert dann ist ganz oft so Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland.
00:27:09: Ich finde auch die Bayerischen Staaten sehr interessant, gerade wenn ich so das Thema Digitalisierung der Verwaltung mir anschaue.
00:27:15: Also ich glaube unsere nördlichen Nachbarn sind Länder wo man viel von lernen kann.
00:27:20: Herr Professor Dirkum vielen Dank für das Interview hat großen Spaß gemacht und wir sagen Tschüss und bis
00:27:32: bald!
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