Innere Sicherheit: Wie gefährlich ist Deutschland geworden? | Manuel Ostermann

Shownotes

Wie sicher fühlen sich Menschen heute noch im öffentlichen Raum – und wie weit liegen persönliche Wahrnehmung und tatsächliche Kriminalitätsentwicklung auseinander? Viele Bürger meiden nach Ostermanns Beobachtung bestimmte Orte, Veranstaltungen oder Situationen aus Sorge vor Gewalt. Für ihn ist dieser wahrgenommene Verlust an Freiheit ein Problem, das Politik und Gesellschaft ernst nehmen müssen.

Im Gespräch geht es um die Entwicklung von Gewalt- und Messerkriminalität und die Frage, ob solche Probleme längst nicht mehr nur Großstädte betreffen. Manuel Ostermann schildert seine Wahrnehmung aus dem Polizeialltag und spricht darüber, wie sich Respektlosigkeit, Gewalt und Angriffe gegenüber Polizei und anderen Einsatzkräften verändert haben.

Ein zentraler Teil der Folge beschäftigt sich mit dem Zusammenhang zwischen Migration und Kriminalität. Ostermann erläutert seine Position anhand der im Gespräch genannten Kriminalitätszahlen und fordert, Probleme offen zu benennen und daraus konkrete politische Maßnahmen abzuleiten. Dabei geht es unter anderem um Rückführungen, Grenzkontrollen, Ausweisungsrecht sowie eine bessere Zusammenarbeit von Sicherheitsbehörden, Kommunen und anderen staatlichen Stellen.

Einen weiteren Schwerpunkt bildet der Islamismus. Ostermann warnt vor Radikalisierung und extremistischen Strukturen und diskutiert den aus seiner Sicht problematischen Schulterschluss zwischen islamistischen und linksextremen Akteuren. Seine grundsätzliche Forderung: Jede Form von Extremismus müsse mit gleicher rechtsstaatlicher Konsequenz bekämpft werden.

Doch innere Sicherheit beginnt für Ostermann nicht erst bei der Polizei. Er spricht über Elternhäuser, Schulen, Jugendämter, soziale Einrichtungen und einen leistungsfähigen öffentlichen Dienst. Gerade Investitionen in Kinder und Jugendliche seien entscheidend, wenn gesellschaftlicher Verrohung und zukünftiger Kriminalität langfristig begegnet werden soll.

Trotz seiner kritischen Bestandsaufnahme blickt Ostermann nicht pessimistisch auf Deutschland. Er verweist auf die Stärke der Demokratie und plädiert dafür, Probleme offen auszusprechen, politische Maßnahmen konsequent umzusetzen und den Menschen stärker zuzuhören.

Eine Folge über innere Sicherheit, Kriminalität, Migration, Islamismus, Polizeiarbeit – und die Frage, was sich ändern muss, damit sich Menschen in Deutschland wieder sicherer fühlen.

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00:00:03:

00:00:13: Viele Menschen haben das Gefühl, dass Deutschland nicht mehr sicher ist.

00:00:18: Dass sich auch Deutschland verändert hat... Manche sagen, dass sie abends nicht mehr gerne oder mit einem mulmigen Gefühl auf die Straße gehen.

00:00:25: Dass sie Angst um ihre Kinder haben.

00:00:27: Dass die Gewalttaten, die in den letzten Tagen auch Schlagzeilen in Deutschland beherrscht haben, ihnen große Sorge machen.

00:00:34: Andere sagen das ist völliger Quatsch.

00:00:36: Deutschland ist noch ein sicheres Land und wie es wirklich um die innere Sicherheit steht.

00:00:40: Darüber spreche ich heute mit einem Experten Manuel Ostermann.

00:00:43: Er ist Bundespolitist, er ist Vorsitzender der Bundespolizeigewerkschaft.

00:00:47: Lieber Manuel, herzlich willkommen!

00:00:49: Vielen Dank für die Einladung.

00:00:52: Lieber Manuel, wenn du heute mit Menschen in Deutschland sprichst, worüber machen Sie sich denn die meisten Sorgen im Bezug auf innerer Sicherheit?

00:01:02: Das ist tatsächlich sehr facettenreich!

00:01:04: Also das was immer gleich ist und dass es im nahe zu jedem Gespräch ist dieses kollektive Freiheitsverlust empfinden aufgrund von Kriminalität.

00:01:13: Dass man sagt man geht irgendwo nicht mehr hin oder nur mit einem Mulminggefühl Oder ich lasse meine Kinder da nicht mehr hin oder fahre sie dorthin.

00:01:22: Daran sieht man, wie sehr das die Menschen schon umtreibt und dass Schlimme daran ist, das greift ja dann in die absolute Lebensrealität dieser Menschen weil Sie sich ja zurückziehen.

00:01:32: es ist ja nicht ein gesprochenes Wort sondern eine faktische Umsetzung bei Veranstaltung oder Hördlichkeiten fern zu bleiben.

00:01:39: Und dann geht das von bis was was ich zunehmend wahrnehme Irgendwas zwischen Tatenlosigkeit und Fassungslosigkeit.

00:01:49: Aber alle einen dasselbe, sie haben Nase gestrichenvoll das kann man mal so festhalten.

00:01:54: Ja und kannst du diese Sorgen auch nachvollziehen als Polizist?

00:01:59: Ja natürlich ich kenne ja dieser ganzen Stimmung.

00:02:02: Du hast es ja zu Beginn auch richtig gesagt Es gibt Befürworter, es gibt Kritiker.

00:02:09: allerdings bin nicht der felsenfesten Überzeugung subjektive Empfinden der Menschen einfach nicht abreden oder klein reden können.

00:02:18: Und nicht alles lässt sich dickungsgleich über eine Statistik wölben und damit kann man quasi sagen, in der Gefindnis für dich ungerechtfertigt.

00:02:25: denn wenn wir uns die Straftaten anschauen dann stellen wir fest dass es in den wesentlichen Bereichen ja für Ja immer drastischere Zahlen gibt.

00:02:33: So, jetzt kann man natürlich in die engere statistische Tiefe gehen und das ein bisschen auseinanderdividieren.

00:02:38: Ich sage nur, achtzig Messerdelikte pro Tag.

00:02:41: vor drei Jahren waren es noch sieben- dreißig Messerdelegte pro Tag.

00:02:45: Und jetzt kommt etwas was ich gerade gesagt habe.

00:02:47: bei siebenunddreißig messerdelikten vor drei jahren stand quasi die Medienlandschaft Deutschlands auf dem Koop von Pörum weil's so unglaublich war.

00:02:55: Bei Achtzig hab' ich Urton gehört.

00:02:58: nun ja...das fühlt sich irgendwie mehr an Und man merkt, wir gewöhnen uns also an diese Verrohungen der Gesellschaft, an Extremismus und vor allem an Kriminalität.

00:03:07: Da bin ich noch lange nicht bei der Absage von Volksfesten, Verbarrikadierungen und ganz schräge Debatten um Pöller.

00:03:15: Denn auch hier haben wir immer wieder dasselbe Problem.

00:03:17: Wir gucken auf die Symptome bekämpfen aber nie die Ursache!

00:03:22: Wenn du jetzt sagst, also, achtzig Messerdelikte am Tag.

00:03:25: Das ist ja schon eine unglaubliche Zahl.

00:03:26: Da gibt's noch ganz andere Gewaltdelikte, über die wir gesprochen haben.

00:03:30: Gibt es da auch aus deiner Sicht einen Unterschied zwischen Stadt und Land?

00:03:33: Oder kommt das auch aufm Dorf vor zu einem Messer-Delikt?

00:03:37: Es ist ne richtig gute Frage!

00:03:39: Weil es in der Vergangenheit immer so war, dass genau das so kommuniziert worden ist... ...das ist ein Phänomenin der Großstadt.

00:03:46: Nein, es ist nicht mehr.

00:03:47: Selbstverständlich ist da wo Viele Menschen auf engsten Wohnraum aneinander oder aufeinandertreffen.

00:03:54: Die Kriminalitätsdichte höher liegt ja in der Natur der Sache, aber schauen wir mal ganz banale Sachen.

00:03:59: Schauen wir mal jedes Jahr auf neue und traurige Debatte um die Freibäder!

00:04:08: Ich lebe ja sehr dörflich, da war wohl immer gesagt naja hier ist das noch nicht die Welt in Ordnung.

00:04:13: Ja Pustekuchen diesen Sommer ging es auch hier los.

00:04:16: will damit eigentlich sagen dass selbstverständlich Kriminalität und die dafür Verantwortung tragen auch aus den Großstädten in die ländlichen Regionen kommen und eben wenn auch mit etwas Verzögerung kriminalität in Gewalt ins Sexualdelikt oder gegen Leib und Leben natürlich auch kein Phänomen mehr der Großstadt ist, sondern längst im ländlichen sogar teilweise im dörflichen Raum einzugehalten hat.

00:04:41: Ja jetzt egal ob Gewalt, Terrorismus oder Kriminalität.

00:04:45: also viele Menschen stellen sich natürlich die Frage kann mir oder meiner Familie so etwas auch passieren?

00:04:50: Also kann ich Opfer einer kriminellen Handlungen werden.

00:04:53: Und da fragen sich auch viele, spielt Migration auch da eine Rolle?

00:04:59: Also ist diese Sorge berechtigt also dass die Migrationen, die wir in den letzten Jahren erlebt haben das sie sich auch in Gewalt und Migration niederschlägt oder ist das Populismus?

00:05:10: Nee, das ist schlicht und ergreifend traurige Realität.

00:05:13: ein statistischer Fakt sogar Wenn man in diese Bereiche reinguckt gegen die individuelle Freiheit, gegen körperliche Unversehrtheit, gegen die sexuelle Selbstbestimmung, haben wir teilweise eine Repräsentantengruppe von Straftatverdächtigen bei um und bei fünfzig Prozent.

00:05:28: Und jetzt muss man immer die Bevölkerungsanteile sich veranschaulichen.

00:05:31: das ist wichtig.

00:05:32: Wenn wir Männer aus den Asyl-Hauptherkunftsländern haben, die nicht mal ein Prozent der gesamten deutschen Bevölkerung ausmachen.

00:05:40: Die aber für vierzig Prozent der Delikte verantwortlich sind zum Beispiel bei Sexualdelikten Nun, dann nenne ich es schlicht und ergreifend verantwortungslos.

00:05:49: Wenn man nicht sagt, dass diese Migrationskrise auch eine Kriminalitätskrise ist.

00:05:54: Diese Menschen sind ganz anders sozialisiert.

00:05:57: Klar ist das auch eine Debatte der sozialen Infrastruktur aber sie sind ganz an das Sozialisiert.

00:06:02: Das erleben wir doch jeden einzelnen Tag.

00:06:05: Man braucht hier nur morgens mal die Social Media Kanäle aufmachen oder einfach in die Zeitung gucken und dann sehen wir was los ist.

00:06:11: Und das ist im übrigen auch das was mich so umtreibt.

00:06:14: Es geht nicht darum, Menschen miteinander oder gegeneinander auszuspielen sondern Probleme klar zu benennen und Lösungswege zu definieren.

00:06:22: Denn da leiden ja alle so runter.

00:06:23: Und Fakt ist eins diese Migrationskrise egal wie toll sie auch immer noch geredet wird aus einzelnen politischen Teilen oder auf Medienteilen oder filmemachenden Teilen was auch immer man da alles hat.

00:06:34: Fakt is sie bedingt vor allem zwei Komponenten die Überforderung der soziale Infrastruktur und eben Kriminalität.

00:06:42: Ja Du und deine Kolleginnen und Kollegen sind ja täglich im Kontakt mit den Bürgerinnen und Bürgern.

00:06:47: Was sind denn so Sorgen, Ängste die da an euch herangetragen werden?

00:06:51: Also was sind so die Hauptängste Sorgen die ihr zuhören bekommt?

00:06:56: Zunächst einmal selber Opfer einer Straftat zu werden, insbesondere Gewalt und Sexualdelikte.

00:07:00: Man fühlt sich unwohl über man angegafft wird weil es laut ist, was dreckig ist, weil es dunkle Gegenden sind, weil man einfach nur noch Respektlosigkeit erfährt und zwar auf allen Ebenen.

00:07:12: Ich hatte erst am Wochenende ein ganz interessantes Gespräch, das nochmal verdeutlicht Freiheitsverlust und Ängste eigentlich bedeuten, ohne dass eine Straftat passiert ist.

00:07:20: Man sitzt in der Bahn im Vierer-Blog, da setzen sich zwei junge Herrschaften neben einem und sterren einen die ganze Zeit an.

00:07:27: Damit fängt das schon ein Einschüchterungsversuche.

00:07:30: Und damit treibt man diese Menschen auch aus dem öffentlichen Raum – und das ist das was sie umtreibt!

00:07:36: gar keine Rolle für das Opfer, wer dafür verantwortlich ist.

00:07:40: diese widerliche Straftat begann zum Beispiel bei Vergewaltigung.

00:07:43: Denn das Leben des Opfers hat sich fundamental und bleibt auf fundamental verändert möglicherweise auch für den Freundes- und Bekannten- und Familienkreis aber die juristische Konsequenz daraus ist eine andere und muss auch einer anderen sein.

00:07:56: Und wenn wir uns anschauen, dass eine Vielzahl der Straftatsverdächtigungen später auf rechtskräftig verurteilten, gar keine Legitimität hat in Deutschland zu verbleiben, ja dann müssen wir uns schon die Frage stellen, die Bundesrepublik, wo sind wir denn die letzten Jahrzehnte falsch abgebogen?

00:08:09: Und es zeigt sicher auch das immer noch die... einige Länder, die die Hauptverantwortung für diese Problematiken nunmal haben nicht bereit sind wirklich eine Kraftanstrengung zu verziehen um dieses Problem zu lösen.

00:08:21: oder anders formuliert und das ist auch das worüber man eigentlich nochmal intensiver sprechen muss.

00:08:25: Das ist so typisch politisch Deutsch dass wir für jede Lösung ein Problem haben und irgendwie drehen uns immer im Kreis bis zur nächsten Empörung bis zum nächsten schrecklichen Tag und dann eben wieder zurück zur Tagesordnung.

00:08:37: Ja, also ganz viele Aspekte in dem Thema.

00:08:39: und gibt's aus deiner Sicht noch Risiken über die wir noch gar nicht so gesprochen haben im Bereich Kriminalität.

00:08:45: Also was wir noch auf dem Schirm haben wo du sagst okay da müssen wir so langsam mal drauf schauen.

00:08:49: Also hast ja gesagt Rückführung von straffälligen Sybewerbern oder Migranten aber gibt es nur andere Risiken?

00:08:56: Also ich könnte jetzt einen riesengroßen Rundumschlag machen, aber eins möchte ich mal ganz oben auf die Agenda setzen.

00:09:03: Ist jetzt kein Geheimnis das ich es sage?

00:09:05: Leider Gottes wird's überhaupt noch gar nicht thematisieren ist das Thema Islamismus.

00:09:09: Mich hätte ich verspreche dir wenn wir das jetzt nicht angehen und zwar kompromisslos konsequente rechtsstaatlichen Verfahren dann wählen wir schnell!

00:09:16: Und mit schnell mein ich in den nächsten drei vier fünf Jahren Zustände sehen wie in Großbritannien oder in Frankreich.

00:09:23: die Islamisierung Genauso muss man es betiteln, die schreitet so massiv und radikal voran.

00:09:31: Und hier glaube ich ist es an der Zeit mal deutlich darauf aufmerksam zu machen eine deutliche Sprache zu sprechen und wenigstens hier die Verantwortlichen parlamentarier daran zu erinnern dass wenn wir dieses Problem nicht angehen, es nichts anderes ist als ein weiterer Frontalangriff auf die Demokratie.

00:09:46: Und ich bin mir sehr sicher, dass diese radikalen Ideologen, diese Extremisten und Terroristen durchsetzungsfähig genug sind um tatsächlich an das Fundament der Demokratie ranzugehen also will damit sein.

00:09:58: die größte und konkreteste Bedrohung, die wir in naher Zukunft auch ganz aktuell hier auf deutschem Boden haben sind Islamisten.

00:10:06: Warum glaubst du, hat man das noch nicht so auf dem Schirm?

00:10:08: Also ich sag jetzt mal Rechtsterrorismus, Linksterrorismus.

00:10:11: Das ist ja was, was durchaus in der öffentlichen Debatte vorkommt.

00:10:15: Rechts vielleicht ein bisschen mehr als links aber warum ist es bei Islamismus nicht so?

00:10:20: Weil das Ergebnis politischer Korrektheit ist.

00:10:24: alles wird über dieses Framing-Rassismus gestellt.

00:10:26: Man darf das überhaupt nicht ansprechen und das was nicht angesprochen wird auch eben nicht existent.

00:10:31: Also dieser Klassiker, wir kennen das rauf und runter.

00:10:33: Nun schauen wir auf die letzte islamistische Terror-Tat.

00:10:36: was ist denn danach passiert?

00:10:38: Die rufe nach Rechtsextremismus, unserer Krampfhaft!

00:10:40: Und zwar schon bei der Tat, kurz nach der Tat Begehung kam ja auch Social Media schon von Teilnehmern vom CSD und anderen Bereichen der Rufen nach rechts.

00:10:53: Was ich damit zum Ausdruck bringen möchte ist das weite Teile Immer noch nicht in der Lage sind die Problematiken tatsächlich zu definieren oder anders sich dieses politisch korrekte Solonoblose kein Fehler zu machen.

00:11:06: Vergessen aber eins, die Menschen, die sie damit mindestens indirekt schützen, sind Menschen, wie keine doppelseekunde zögern würden.

00:11:13: und jetzt wird es deutlich denen das Leben zu nehmen, damit sie ihre radikale Ideologie umsetzen können.

00:11:19: Es gibt ganz viele Beispiele von Menschen die da schon lange darauf hinweisen, die sich nicht mehr frei bewegen können.

00:11:24: Manchmal macht man so zum Beispiel Und da sieht man mal, wie gefährlich das ist.

00:11:29: Deswegen muss es ganz oben auf die Agenda ... Das ist noch schon rhetorisch ein hartes Stück Arbeit.

00:11:35: Weil wir immer noch nicht diesen breiten gesellschaftlichen Konsens doch ... Ich glaube den gesellschaftliche Konsens haben wir.

00:11:42: Den medialen und politischen Konsens aber gut.

00:11:45: unter anderem ist das ja auch Aufgabe von meiner Person dann auf diese sicherheitsspezifischen Herausforderung hinzuweisen.

00:11:50: ich werde nicht müde, dass zu tun.

00:11:52: Meiner Meinung glaubst du, spielt's auch eine Rolle?

00:11:56: Extremisten zusammen mit Islamisten durch Berlin marschieren und für Gaza demonstrieren oder gegen einen Kriegsverbrecherstaat Israehe uns da ein ideologischen Schulterschluss geben, obwohl sie eigentlich gar nichts miteinander zu tun haben.

00:12:10: Also ich meine die Linken wollen ja eher eine progressive Gesellschaft haben, die Islamisten jetzt vielleicht nicht... also spielt das eine Rolle dass es da einen ideologisch schulter Schluss gibt?

00:12:21: Ja natürlich spielt das seine Rolle!

00:12:23: Die sind sich näher als viele Glauben obwohl das eigentlich ein Widerspruch ja in sich ist.

00:12:28: Denn ich wiederhole das hier noch mal, dass insbesondere bei der LGBTQ-Gemeinderung sehen wir aber den Pro-Palestiner-Versammlungslagen.

00:12:39: diese Islamisten hassen diese Menschen, hassen ihre Überzeugungen und respektieren sie auch nicht.

00:12:46: Ganz konkret werden Sie wahrscheinlich gar nicht mehr unter uns wenn Sie die Möglichkeit hätten das zu vollstrecken was Ihre Ideologie Ihnen vorschreibt.

00:12:56: Und da muss man auch nochmal einen anderen Aspekt, also Querfinanzierung durch Steuergelder, NGOs.

00:13:01: Und genau hier ist das Problem der Schulterschluss mit zwischen Islamisten und Linksextremisten, linksradikalen, linken Ideologen... Der ist erschreckend groß bis hin in die Universitäten.

00:13:11: Das meine ich damit von der Gefahr des Islamismus ausgehend!

00:13:15: Sie sind supervernetzt, sie sind weitverbreitet, sie haben quer finanziert.

00:13:19: unter dem Deckmantel von Rassismus kann man ganz viel Ungutes installieren, strukturieren und am Ende auch vollziehen.

00:13:27: Und genau an diesem Punkt sind wir!

00:13:30: Ich übertreibe nicht wenn ich sage dass sie ja immer selbstbewusster werden in ihrer öffentlichen Rhetorik auf Social Media in den Anwärmungen Radikalisierungsverfahren also insofern Augenauf und ich wäre ganz dankbar wenn wir was ganz Einfaches machen könnten Extremismus einfach allumfassend bekämpfen.

00:13:47: Es gibt keinen guten, schlechten oder noch schlechteren Extremismus.

00:13:52: Am Ende des Weges haben sie nämlich alle ein Ziel der den frontalen Angriff auf die freiheitlich-demokratische Grundordnung.

00:13:59: und wenn wir uns einfach darauf verständigen können alles mit gleicher Konsequenz zu verfolgen dann werden wir einen gehörigen Schritt weiter.

00:14:06: aber hier kommt politischer Korrektheit und installierte radikale Ideologie die immer noch das Problem darstellen.

00:14:13: Jetzt sehen wir ganz viele Herausforderungen im Bereich innerer Sicherheit.

00:14:17: Du bist ja auch schon lange Polizist, du kennst viele Polizisten und wie hat sich denn der Polizeidienst in den letzten Jahren aus deiner Sicht verändert?

00:14:24: Also was erlebt er dann täglich so auf der Straße im Vergleich zu noch vor ein paar Jahren?

00:14:30: Er hat sich ganz maßgeblich verändert, ich erinnere... Jetzt kann man sagen, ich bin so ein langer Polizist oder erst so lange Polizisten.

00:14:38: Das ist immer so Ansichtssache.

00:14:39: Ich bin jetzt in meinem sechzehnten Dienstjahr und gehe ins siebzehnte.

00:14:44: Und zu Beginn, sag ich mal, waren so das Anspucken von Polizei war.

00:14:49: Natürlich gab es auch immer exzessive Gewalteskalationen hier und da, aber keine Frage Kriminalität gab es schon immer und wird es auch zukünftig immer geben.

00:14:57: nur damit klar ist Aber diese Angriffe die waren doch relativ selten.

00:15:01: Respektlosigkeiten Beleidigung Okay anspucken war schon eine hohe Güteklasse Von dem man sagt dass kommt nicht oft vor um B ist so ziemlich das respektloseste und ekelhauste was man machen kann.

00:15:12: Naja, ich würde gar nicht mal sagen das ist eine rhetorische Überspitzung, wenn ich sage dass es heute Alltag ist.

00:15:17: Dass was früher selten vorgekommen ist mir selber auch passiert ist.

00:15:22: Ist heutzutage Alltag.

00:15:23: alle fünf Minuten wieder im Polizeiband der Opfer einer Straftat und das kann man ummünzen auf die Rettungsdienste auch auf Ehrenamtliche in der Blaulichtorganisation THW und und und also Ein Rettungswagen, der ausgestattet ist mit einer stichsicheren Weste.

00:15:38: Das glaube ich eine Installierung eines Verfahrens, welches völlig ungesund wenn gleich auch notwendig ist zeigt aber das gesellschaftliche.

00:15:45: und die Polizei ist natürlich immer in diesem Konflikt- und Spannungsfeld dabei Und die Radikalisierungsprozesse machen auch vor der Polizei keinen Halt.

00:15:52: Das sehen wir immer auf die Social-Media-Kanälen von ganz vielen Menschen, die da irgendwelche Schnipsel zusammensuchen um das Feind und Hass projektylpolizei zu installieren, zu instrumentalisieren den Haars, die die Ausgrenzung und die Wut auf die Exekutive weiterzusteigern.

00:16:11: Auch da muss man sagen, dass muss uns schon große Sorge machen denn da ist ein Mensch in Uniform kein Objekt oder Roboter oder sonst was, sondern ein Menschenuniform.

00:16:22: Aber das ist zunehmend egal geworden und dementsprechend wie der Dienst.

00:16:26: Und die Herausforderung für die Kolleginnen und Kollegen vor Ort auch immer höher, schlussendlich kann man es auch ganz einfach halten.

00:16:32: Ich habe gesagt knapp achtzig Messer Angriffe pro Tag nicht selten gegen das Leben.

00:16:36: Nicht selten wo Polizeibeamte in diese Situation reinlaufen um das Leben unbeteiligter Dritte zu schützen so die Wahrscheinlichkeit dass man selbst schwer verletzt wird oder gar das Leben verliert ist doch gerade beim Messangriff ziemlich hoch.

00:16:47: aber sie machen es trotzdem ohne zu zögern

00:16:51: Genau, also es sind wirklich dramatische Zahlen und es gab ja wirklich schreckliche Taten.

00:16:56: Also erinnern wir uns jetzt an Tria vor ein paar Wochen oder der Anschlag auf den CSD Und das ist schon im alltäglichen Bereich von Familien.

00:17:06: Und würdest du jetzt sagen, dass man sich als Familie auch Sorgen machen sollte?

00:17:11: Also kann ich die Kinder morgens noch mit dem Bus zur Schule schicken oder abends auf die Party nach Berlin.

00:17:17: Hat sich das geändert?

00:17:19: Ist das überdramatisiert?

00:17:21: und wenn man sagt okay, man meidet solche öffentlichen Orte oder ist das Teil der Realität mittlerweile in Deutschland?

00:17:28: Das ist eine gute Frage.

00:17:29: und das ist eine Frage, die nur schwierig zu beantworten ist rein praktisch!

00:17:34: ist es natürlich etwas, wo man sagen kann, klar kann man die Kinder noch in ein Bus lassen.

00:17:38: Klar kann man sie auf eine Party

00:17:39: schicken.".

00:17:40: Das ist reinfaktisch!

00:17:42: Jetzt kommt aber eben das Sicherheitsempfinden, worüber wir zu Beginn gesprochen haben.

00:17:48: und ich hatte mal eine Situation da fragte mich meine Mutter auch das und da habe ich gesagt nun ja wenn Sie hundertprozentig sicher sein wollen dann meiden Sie diese Örtlichkeiten.

00:17:58: heute würde ich das nicht nochmal so sagen.

00:18:01: Nicht weil ich nicht sage Wenn man ein ungutes Gefühl hat, ist das berechtigt.

00:18:05: Sondern weil ich sage, wollen wir den öffentlichen Raum genau diesen Kriminellen überlassen und uns noch weiter zurückziehen.

00:18:10: Denn davon profitieren sie ja auch am Ende.

00:18:13: Deswegen tue ich mich wirklich schwer mit einer wirklich fundierten Beantwortung.

00:18:19: Und mach das mal nüchtern- und emotionalnüchternd!

00:18:22: Ist der statistische Fakt?

00:18:23: Damit könnte man sagen kann man die Kinderfamilienangehörige wehn auch immer natürlich noch los schicken.

00:18:29: Ich bin aber auch zweifacher Familienvater und Ehemann Und ich weiß, was ich tue.

00:18:34: Und ich nehme Abstand davon gerade in größeren Städten meine Kinder jetzt von A nach B einfach so alleine zu schicken weil mir die Wahrscheinlichkeit doch viel zu hoch ist.

00:18:42: das was passiert und es ist ja nicht so dass der Trend gegenläufig ist sondern er dominiert ja durch Respektlosigkeit Verrohung enthalten unserer Gesellschaft guckt ihr an was bei uns in den Schulen los ist da schneidet man nun auch ab und das ist die Kriminalität die Sozialisierung und die sozialen Umgangsform der Zukunft.

00:19:01: Also insofern muss man sagen, wenn wir noch mal sicher gehen wollen überlegt man sich das doppelt.

00:19:06: aber weil ich auch eine Verantwortung habe als Person des öffentlichen Lebens kann nicht sagen dass das überall gerechtfertigt ist.

00:19:14: Aber als Vater überlege ich auch dreimal wo Und wie und vor allem bei welcher Veranstaltung Ich meine Kinder hinbringe oder sie selbst hilfwannen lasse oder ähnliches.

00:19:25: Ja, und jetzt bei alter Debatte um innere Sicherheit, Kriminalität, Terrorismus.

00:19:30: Also viele Menschen haben ja die Sonntagsreden, die Beilatzbekundungen satt.

00:19:35: also sie wollen keine Debatte mehr, die wollen Lösungen.

00:19:37: Und was müsste denn aus deiner Sicht jetzt geschehen um das Problem nochmal in den Griff zu bekommen?

00:19:43: Da bin ich übrigens auch einer von.

00:19:45: Wo soll ich anfangen?

00:19:47: Ich fange mal mit dem Einfachsten an Was allerdings im langwierigsten ist.

00:19:51: Wir beginnen ja immer bei Kriminalität, die Debatte auf die Polizei zu übertragen.

00:19:57: Das ist viel zu spät wenn die Polizei involviert wird.

00:19:59: es ist im Regelfall ja schon zu späht.

00:20:02: also müssen wir eigentlich gucken schon beim Elternhaus die Jugendämter wegen der Kindesruhegefährdung sie müssen viel besser strukturiert sein.

00:20:10: wir müssen gucken in den Ehrenamt in den sozialen Einrichtungen.

00:20:15: dazu gehört ein starker öffentlicher Dienst entbürokratisiert.

00:20:18: Von entscheidender Bedeutung ist, dass die Sicherheitsbehörden mit den Kommunalvollzugsbehördern, mit den Ordnungsämtern und auch dem Ärzten systemkompatibel gemacht werden.

00:20:27: Damit wir zum Beispiel psychische Auffälligkeiten in Gewaltaffinitäten oder irgendwelche paranäue über terroristische Anschlagsszenarien davon erfahren.

00:20:37: Weil von dieser Person geht eine konkrete Gefahr aus!

00:20:40: Ich sag's nochmal CSD-Anschlag.

00:20:43: Die Person hätte keinen Meter auf freien Fuß machen dürfen, aber dadurch dass wir nicht systemkompatibel sind fällt das eben auch nicht auf.

00:20:51: Wir müssen darüber hinaus weitermachen um das Staatsbürgerschaftsrecht.

00:20:56: Wir müssten über das besondere Ausweisungsinteresse sprechen es ausweiten und installieren.

00:21:00: vor allem also installieren brauchen wir es eigentlich nicht weil schon vorherrschend ist.

00:21:03: Abschiebooffensive Ankerzentren, Ausreisegewahrsungszentren.

00:21:08: Abschiebe auf Plätze das Thema Bettbrot und Seife.

00:21:11: wie gehen wir in einer immer schwierigeren Lage auf gesamt europäischer Betrachtung mit dem Thema Migrationskanalisierung aus?

00:21:19: Wie gehen wir mit Migrationsdruckverteilungen aus?

00:21:22: Wir gehen mir mit den Thema Grenzkontrollen um Und da bin ich noch nicht bei Digitalisierung bei gesetzlichen Nuvidierungen Sondern dass ist eigentlich so.

00:21:30: das kleine einmal eins.

00:21:32: Fakt es auch dass das nicht von heute auf morgen geht.

00:21:35: Fakt ist auch, wenn zum Beispiel heute eine Bundesregierung oder eine Landesregierung richtig tolle Sachen machen, tragen sie wahrscheinlich erst Rüchte, wenn die gar nicht mehr in Regierungsverantwortung sind.

00:21:44: Weil Verfahren nun mal eben dauern.

00:21:47: Aber Fakt es auch eins bis zum heutigen Tag ist dann noch nicht viel passiert weil die sich alle immer nie eines werden so und Wir sind nun mal im Federalstaat.

00:21:55: Das ist aus der Historie gut begründet, wenn wir den so beibehalten wollen und ich sage ganz klar in der sicherheitsspezifischen Frage ist ja oftmals hinderlich weil wir viel zu überbohrend bürokratisierend sind.

00:22:07: und alle irgendwie so personifizierte Ich-AG's sind in der Politik nicht in den Beraden denn wir arbeiten sehr gut miteinander.

00:22:15: da müssen uns nicht wundern dass das nicht nur alles schleppend läuft sondern erst gar nicht funktioniert.

00:22:20: Und ich glaube, es ist von entscheidender Bedeutung.

00:22:22: Denn wenn wir eine Verrohrung haben, wenn wir über siebenundsichttausend Straftaten allein im vergangenen Jahr nur in unseren Schulhöfen haben dann glaube ich, das ist ne Tendenz von dem was uns gesellschaftlich erwartet.

00:22:33: Und das Größte im West, was wir treiben können ist in unserem Nachwuchs und unseren Kindern.

00:22:38: Wenn die aber so sozialisiert werden wie sie es gerade den Anschein erweckt, wenn Sie abgehangen werden... ...und da bin ich auch noch nicht bei wirtschaftlichen Perspektiven.

00:22:46: Da habe ich übrigens auch keine Ahnung von der Hochdachspieler, also finanzielle Notlagen, verrotete Stadtteile Ja, dann kann man eigentlich nicht unbedingt hoffnungsvoll in die Zukunft blicken.

00:22:57: Und ich glaube das sind die Parameter, die angegangen werden müssen.

00:23:00: und jetzt als letzten Satz dazu das Fundament davon ist endlich mal die politische Ehrlichkeit und die Größe zu besitzen, das haben wir alles verpennt oder vieles haben wir verpen't.

00:23:11: Und jetzt haben wir klare Maßnahmenprogramme sogar zeitlich hinterlegt und da muss auch mal was passieren.

00:23:16: Was keiner mehr will ist eine staatsdragende Rhetorik im Wahlkampf und am Ende die Hundert-Achzig Grad Kettwin um das ganze Gegenteil davonzutun.

00:23:26: Bist du düsterer Blick in die Zukunft, aber gibt es auch irgendwas was dir Hoffnung macht?

00:23:30: Also sagst du okay da gibts einen hoffnungsschimmer und vielleicht kriegen wir noch die Kurve.

00:23:34: Und Deutschland wird nochmal ein Stück weit sicherer.

00:23:37: Ja wir haben großartige Menschen in diesem Land Wir sind ein großartiges land!

00:23:41: Wir haben eine starke Demokratie Wir haben Meinungsfreiheit obwohl man auch hier manchmal schnelles fährt haben muss Aber grundsätzlich mit ihr.

00:23:53: Wir haben verfassungsrechtliche Schätze sind das für mich.

00:23:57: Wir haben eine tatsächliche Vielfalt, anders als radikal Ideologen immer instrumentalisieren, sondern eine tatzächliche vielfalt in diesem Land, in dem ich lebe, das liebig von ganzem Herzen.

00:24:09: und natürlich glaube ich daran dass wir nach vorne gucken können, dass wir es schaffen dass wir mit gemeinsamer Kraftanstrengung dieses wunderschöne Land einfach wieder nach vorne bringen können, das gestalten können.

00:24:19: Dass wie egal welche religiöse Überzeugungen, welche sexuelle Orientierung – was auch immer!

00:24:24: Wir sind halt ein Deutschland und ich sage dir ganz ehrlich wenn nicht positiv wäre, dass eines die Realität, das andere ist quasi der Optimismus in der Einstellung nach vorn zu gehen, da würde ich mir das hier alles überhaupt gar nicht antun.

00:24:37: also jeden einzelnen Tag sagen, es gibt so viele Punkte im Leben Die positiv sind.

00:24:42: Es gibt so viele Punkte mit Bezug auf Deutschland, die positiv sind und ich glaube wir sind in einer schwierigen Lage.

00:24:49: Das ist aber längst nicht aussichtslos.

00:24:52: nur muss das politische Etablismal wenn man so möchte.

00:24:57: Die in Regierungen Verantwortung handelnden Menschen müssen das für sich verstehen.

00:25:02: raus aus ihrer individuellen Blase und hört den Menschen endlich zu dann versteht man auch die Probleme.

00:25:08: Aber Wir sind auf einen langen Weg Wir packen aber an und ich bin mir ziemlich sicher, dass wir das auch hinkriegen.

00:25:15: Und wenn die Zuschauer jetzt einen Gedanken aus diesem Gespräch mitnehmen sollten um das Land besser zu machen?

00:25:21: Welcher wären das aus deiner Sicht?

00:25:25: Bezudem was ihr denkt und vor allem sprich das aus was ihr denkt und lasst euch von niemandem vorschreiben etwas zu sagen oder eben nicht zu sagen.

00:25:35: Lieber Manuel, vielen Dank für das Gespräch.

00:25:37: Hat wie immer sehr viel Spaß gemacht, wenn es auch ein schwieriges Thema war aber wir blicken hoffnungsvoll in die Zukunft.

00:25:42: Vielen lieben Dank.

00:25:44: Ich danke

00:25:44: dir!

00:25:47: Politik auf den Punkt gebracht Ein Podcast der Unionstiftung.

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